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Briedel im Gebiet Mosel

Die Weinbaugemeinde Briedel liegt in der Mitte der deutschen Mosel genau zwischen Trier und Koblenz. Seit frühester Zeit ist Weinbau an den steilen Hängen des Barl betrieben worden.

Schon die Römer errichteten eine Villa Rustica mit großem Weinkeller. Wie wir in einer Festschrift der KG Briedel lesen, servierte Konstantinus I. Chlorus, der römische Tetrarch in Trier bei seiner Heirat im Jahre 293 mit der Tochter des Kaisers in Mailand Briedeler Wein, der den Gästen, insbesondere dem oströmischen Kaiser Diokletian, sehr gemundet haben soll.

Um 630 kam die Kirche von Briedel mit dem schon bestehenden Weinzentrecht an das Bistum Metz. Die Weinberge fanden im Laufe der Zeit immer wieder andere klösterliche oder adelige Besitzer, bis Briedel als Metzer Besitz endgültig in den Besitz des umgebenden Trierer Kurstaates kam.

Das Kloster Gorze seit 748, später St. Trond ab 893 und als dessen Nachfolger das Kloster Himmerod und ab 1376 auch der Kurfürst von Trier waren bis 1794 die mit Abstand größten Weinbergsbesitzer. Die Weinberge wurden oftmals in Halb- oder Drittelpacht von Briedeler Winzern bewirtschaftet, die daneben nur über einen kleinen Anteil an Privatbesitz verfügten.

Im Zuge der Säkularisation nach 1800 wurden alle kirchlichen Güter versteigert, wobei das Weingut Korn- und Rumpel aus Traben-Trarbach den gesamten kirchlichen und kurfürstlichen Besitz im Block erwarb und noch bis 1912 in der gleichen altbewährten Form weiterbetrieb. Der gute Ruf Traben-Trarbachs als Weinhandelsstadt beruht damit auch zum Teil auf den Briedeler Weinen.

Der Weinbau, insbesondere als Pächter reichte zum Lebensunterhalt oft nicht aus. So kam es allen Einwohner zugute, dass die Gemeinde über eine sehr große Waldfläche auf den Hunsrückhöhen besaß, die als Jagdrevier des Adels aber auch Lieferant der wertvollen Eichenlohe genutzt wurde.

Ende des 19. Jahrhunderts begann ein Weingut, seinen Wein auch abgefüllt und etikettiert anzubieten. Nachdem das Weingut K&R insolvent und versteigert wurde, bildeten sich daraus schnell mehrere leistungsfähige Betriebe, die in der boomenden Touristenzeit in den 1930ern und mit der staatlichen Hilfe der Weinpropaganda wuchsen. Der Krieg führte zwar zu einem Einbruch, aber in den 1950ern ging es dann richtig los. Rund 150 Betriebe bauten Wein an und viele davon füllten auf Flaschen ab, sei es auch nur zum Eigenbedarf.

Mittlerweile sind leider große Teile der Steillagen aus arbeitswirtschaftlichen Gründen brach gefallen und viele Betriebe haben aufgegeben. Neben einigen kleinen Nebenerwerbswinzern bebauen derzeit noch 20 Betriebe rund 100 Hektar Weinberg.

Herrmann Thur, Januar 2025
Weinbau in Briedel
Weinlage Briedeler Herzchen

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